Ich habe es nachgelesen und es stimmt.
Schnarchen klingt zwar nach einer Sache im Hals, aber mechanisch passiert in Wahrheit etwas anderes: Der Atemweg fällt nach innen zusammen.
Manchmal verengt er sich bis auf die Breite eines Strohhalms.
Luft kommt da noch durch, aber kaum — und längst nicht genug, um den Sauerstoff im Blut dort zu halten, wo er sein muss.
Wenn das passiert, merkt es das Blut zuerst. Der Sauerstoff fällt.
Das Gehirn merkt es als Zweites — und behandelt die Lage genau so, wie man es sich wünschen würde: als Notfall.
Es flutet den Körper mit Adrenalin und reißt einen gerade so weit aus dem Schlaf, dass man einmal richtig durchatmet.
Dann sinkt man zurück, und der Kreislauf beginnt von vorn.
Man durchläuft das zwischen 40 und 44 Mal in einer einzigen Nacht — und wird sich an keinen einzigen erinnern. Nicht einer landet im Morgengedächtnis.
Aber der Preis für den Schlaf ist enorm. Denn das Gehirn bekommt nie die Chance, in die tiefen Schlafphasen abzusinken, in denen die echte Erholung passiert.
Acht Stunden im Bett, technisch gesehen im Schlaf — während der Körper Energie verbrennt, nur um einen am Atmen zu halten.
Deswegen musste ich jeden Tag ein Mittags Schlafe machen.
Deswegen war ich zu müde um mit dem Hund zugehen
Deswegen hatte ich keine Lust mehr aufs Wandern